Synonym: periphere Fazialisparese, periphere Gesichtslähmung

Beschwerden

Es besteht eine Schwäche der Gesichtsmuskulatur, die sich vor allem durch einen hängenden Mundwinkel bemerkbar macht. Die Augenlider sind meist mitbetroffen und das Auge lässt sich oft gar nicht vollständig schliessen. Auch die Augenbraue kann oft nicht mehr vollständig angehoben werden. Meist ist nur eine Gesichtshälfte betroffen, beidseitige Lähmungen kommen z.B. bei der Neuroborreliose vor, sind jedoch selten.

Beschwerden/Symptome

Ursachen

Die Ursache einer isolierten Gesichtslähmung liegt meist in einer harmlosen Entzündung des betreffenden Gesichtsnervs, etwa aufgrund einer einfachen Virusinfektion. In selteneren Fällen ist diese Lähmung des Gesichts auch Ausdruck eines schwerwiegenden Problems, etwa eines Bruchs der Schläfenknochen oder der Schädelbasis, oder eines Tumors im Kopfbereich.

Behandlung/Verlauf

Im Frühstadium kann eine Behandlung mit Cortison-Tabletten hilfreich sein. Diese geschieht in Absprache mit Ihrem Neurologen oder Ihrer Neurologin. Die Gesichtslähmung ist in diesen Fällen vergleichsweise harmlos, aber sehr lästig. Sie bildet sich sehr häufig ganz zurück, dies kann aber in schwerwiegenden Fällen einige Wochen dauern. Vor allem bei inkompletten Augenschluss ist darauf zu achten, dass die Hornhaut nicht austrocknet (Augensalben, Uhrglasverband). Physiotherapeutisch unterstützte Übungen können die Muskulatur in Schwung halten. Eine Strombehandlung kann mit Langzeitnebenwirkungen verbunden sein und ist deshalb abzulehnen.